Unsere Hauptveranstaltung an der wir Teilnehmen sind Internationale Abenteuer Rallyes. Es gibt eine Handvoll Veranstalter die solche Rallyes anbieten. Obwohl es zwischen den Veranstaltern kleine Unterschiede gibt ist das Konzept das gleiche. Man fährt mit seinem (alten)Auto von A nach B und auf den Weg werden einem Sehenswürdigkeiten vorgeschlagen. Was sich nach einer Entspannten Sightseeing Tour anhört ist genau das Gegenteil.
Schäden am Fahrzeug sind Unvermeidbar. Kleinigkeiten wie Platte Reifen oder Überkochendes Kühlwasser sind eher Standard Schäden. Unter Wasser stehende Steuergeräte, herausfallende Bremsbeläge und Fahrzeugbrände sind dann schon eine andere Nummer. Außer den Pannen mit seinem Fahrzeug bekommt man es auch mit der Natur zu tun. Hitze,Kälte und die hiesige Fauna runden das Paket ab und machen es zu einen Abenteuer. Bären,Wölfe und Wilde Hunde sind das eine. Das schlimmste aber sind: Mücken!!
Beispiel: Wir Campten in Albanien am Mittelmeerstrand und wurden von Millionen Mücken angegriffen. Dagegen hat man keine Chance und muss es einfach ertragen. "Wille" machte sich den Spaß und zählte nur die Stiche von den Füßen bis zu den Knien. 56 Stiche!!!
Das Fahrzeug sollte mindestens 20 Jahre alt sein. Was zum einen bedeutet das die Chance auf eine Panne groß ist aber das man diese auch Irgendwo im "Outback" reparieren kann. Mit einem neuen Fahrzeug streikt ein Sensor und ohne Werkstatt und Computer bewegt sich die Kiste keinen Meter mehr. Abenteuer Rallye bedeutet keine Autobahnen. Man fährt da wohin sich kein Tourist verirrt. Führ die Teilnehmer gilt je schlechter die Straße umso größer ist die Herausforderung. Und das ist was wir wollen. Es geht nicht darum wer als erster ankommt sondern ob man überhaupt ankommt.
Wie bereits erwähnt ist das keine Sightseeing Tour sondern eine Abenteuer Rallye. Wer ein Abenteuer erleben will wird sich zwangsweise auch immer einer gewissen Gefahr aussetzen. Man muss sich bewusst sein das es zu schweren körperlichen Verletzungen bis hin zum Tod kommen kann!
Ein paar Beispiele unsere vergangenen Rallyes:
Wir fuhren durch den Dumitor Nationalpark in Montenegro. Dort gibt es eine Serpentinen Straße durch das Gleichnamige Gebirge. Diese "nennen wir sie mal liebevoll Straße" ist ein 3,5m breiter Schotterweg ohne Leitplanken Zäune oder ähnliches. Das besondere daran ist das man auf der einen Seite zum Teil eine Massive Felswand hat dafür auf der anderen die zweit tiefste Schlucht Europas. Wir reden hier von 600m steil abfallend.
Wir sind diese Strecke zwangsläufig Nachts gefahren. Wer da nicht weiß was er tut sollte es bleiben lassen. Sollte man durch einen Fahrfehler in die Schlucht stürzen. Dann wars das. Bei 600m freien Fall brauchen wir nicht über eine Rettung sprechen. Es wird auch keine Bergung geben da die Schlucht unzugänglich ist.
In einer kleinen Stadt kamen wir Nachts mal in eine Straßensperre von Gangstern mit Schusswaffen. Diese konnten wir aber Umfahren.
Einmal bauten wir unser Camp in den riesigen Waldgebieten entlang der Transalpina in Rumänien auf. Wenn man am nächsten Morgen 30m vom Zelt entfernt frische Bärenspuren findet hat man auch ein komisches Gefühl.
Ein anderes mal. Kurz mal für eine Pinkelpause anhalten. Bevor man ins Gebüsch geht sieht man ein Schild mit Totenkopf und einen wird klar das man beinahe in ein Minenfeld gegangen wäre.
Das waren nur ein paar Beispiele. Über den Verkehr in manchen Länder brauchen wir gar nicht sprechen.
Wer täglich ein Bett,eine Dusche und ein Keramik WC benötigt sollte sich lieber ein anderes Hobby suchen. Auch für All Inklusive Urlauber sind Abenteuer Rallyes nichts. Wem aber egal ist wo er schläft(Auto,Zelt oder mit dem Schlafsack im Straßengraben),wem zum Waschen ein Bach oder See reicht und anhand fehlender WC´s auch mal mit der Schaufel loszieht für den ist es schon eher was. Das wichtigste ist aber der Zusammenhalt im Team. Man ist Durchschnittlich 2-3 Wochen unterwegs und das auf engsten Raum. Privatsphäre ist praktisch nicht Vorhanden. Dieser Punkt wird oft Unterschätzt.
Kommt man damit klar stellt sich nur noch die Frage: Will man einen großen Teil seines Jahresurlaubs so verbringen. Wenn man die Wahl hat zwischen:
A: 2-3 Wochen All Inklusive in der Karibik mit frisch gemachten Betten,Pools und Schirmchendrinks.
oder
B: 2-3 Wochen meistens im Fahrzeug unterwegs. Am Morgen noch nicht zu Wissen wo man Abends schläft. Seine Ernährung auf Nahrungsmittel aus Dosen umstellt. Und man mit allem rechnen muss.
Die Kosten belaufen sich auf das Gleiche.
Für wem Option B genau das richtige ist wird auch mit Unvergesslichen Momenten belohnt. Außerdem lernt man die Länder und Menschen außerhalb der Touristen Hotspots kennen. Man wird immer wieder Überrascht. Man denkt etwas zu Wissen und wird dann doch eines besseren belehrt.
Länder die man sich ganz anders Vorgestellt hat oder das verhalten der Einheimische Bevölkerung. Mit der Gastfreundlichkeit und der Hilfsbereitschaft haben wir nicht gerechnet. Angefangen von der Pension mitten im Wald in Bulgarien wo wir um Mitternacht ankamen und fragten ob wir Übernachten könnten, sie anfingen die Betten zu machen und was wir Essen wollen weil sie jetzt Kochen würde(was wir Dankend ablehnten). Oder in Kroatien wo wir ein benötigtes Ersatzteil einfach vom Händler Geschenkt bekommen haben. Ebenfalls in Kroatien half uns eine Familie Stundenlang bei der Reparatur unseres Fahrzeugs, usw.
Erfahren Sie mehr auf Facebook und Instagramm.
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen
Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.